Die kaum angesprochene Folge in Zeiten der Pandemie: Häusliche Gewalt und Corona

Ich habe gestern einen Zeitungsbericht gelesen, dass die Einbruchquote während der Corona-Zeit gesunken ist, da viele Menschen lieber zuhause bleiben als unterwegs zu sein. Das ist schon mal eine positive Nachricht, wenn man die anderen kriminelle Tätigkeiten im Hintergedanken verblendet, darunter füge ich die häusliche Gewalt hinzu.

Es gibt wenige Artikeln zu diesem Thema. Zwar sind einige Statistiken veröffentlicht worden, dass die häusliche Gewalt während der Corona-Zeit gestiegen ist, da die im Haushalt befindenden Personen nun länger und öfters im Haus bleiben als gewohnt. Da das Alltagleben durch die Corona-Politik eingeschränkt worden ist, ist es für einige Menschen stressig und frustrierend und so frustrierend, dass sie anfangen Streit zu finden und Konflikte ausbrechen (Ironie).

Besonders sind Frauen an häuslicher Gewalt betroffen, auch vor der Corona-Zeit, jedoch hatten sie, wenn sie noch bei ihren gewalttätigen Partner bleiben, die Gelegenheit gehabt, sich für einige Zeit von ihnen fernzuhalten. Nun ist es in der Corona-Zeit kaum möglich. Bis heute haben Frauenhäuser Platzmangel und aufgrund der aktuellen Situation hat sich die Lage noch weiter verschärft. Da die Sozialkontrolle nicht mehr wie vorher stattfinden, ist der Dunkelziffer bei der häuslichen Gewalt höher, wie einige Experten es vermuten.

In den Großstädten wie in Berlin und in Hamburg zum Beispiel wurden die Statistiken dank der Anzeigen erfasst und bewertet, dass dort die häusliche Gewalt gestiegen ist. Bei den anderen Gebieten gibt es keine konkrete Bewertungen.

Nicht nur Frauen sind Opfer von der häuslichen Gewalt. Auch Kinder erleben Gewalterfahrungen oder werden Zeugen von häuslicher Gewalt, da sie bis August 2020 (kommt auf dem Bundesland an, wann es die Schulen öffnen lässt) zuhause geblieben sind. Durch die ungewisse Zeit, Zwangsdistanzierung und die Gewalterfahrungen entwickeln sich psychische Störungen bei den Kindern und Jugendlichen.

Die Prävention vor der häuslichen Gewalt in Zeiten von Corona ist in Deutschland meines Erachtens mangelhaft. Zwar wurde schon zur Anfangszeit des Lockdowns und der Corona-Maßnahmen angesprochen, dass die häusliche Gewalt steigen wird, aber es gibt kaum Programme, die die Frauen und Kinder schützen könnten. Zwar gibt es Beratungsstellen und Notfall-Telefone für Frauen und Kinder, jedoch sind die nicht ausreichend, um die betroffenen Personen zu erreichen. Ich habe an dem Schaufenster einer Supermarktkette einen Riesenplakat gesehen, wo dieses Thema angesprochen wird. Dort könnten sich die Betroffenen die Telefonnummer der mit der Supermarktkette kooperierenden Beratungsstelle aufschreiben und anrufen. somit versucht eine Supermarktkette den Menschen zu diesem Thema durch diesen Plakat zu sensibilisieren. Aber wie ich schon erwähnt habe: Das Ganze reicht nicht aus um Frauen und Kinder vor gewalttätigen Männer zu schützen.

Wenn die Frauenhäuser keinen Platz für die betroffenen Frauen und Kinder haben, sollen die gewalttätigen Männer trotz Corona-Zeit unter Gewahrsam sein und sich nicht in der Nähe des Wohnortes der Frauen und Kinder befinden. Selbstverständlich muss der Mann, wenn er Alleinverdiener ist, trotzdem weiterhin die Kosten und Zahlungen übernehmen, damit die Frauen und Kinder nicht unter finanzielle Schwierigkeiten geraten, denn man weiß nicht, wann man vom Jobcenter Geldbeträge bekommt, um überhaupt die Miete etc. zu zahlen.

Die häusliche Gewalt ist nicht nur während der Corona-Zeit ein Thema, dass die Regierung sich darum kümmern muss. Es war vor der Zeit schon ein Trauerspiel, besonders wenn es um Präventionsmaßnahmen und Bestrafungen der gewalttätigen Männer geht. Dieses Thema soll weiterhin mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit bekommen.

Plus-Size and Sustained Fashion – wie (un-)realisierbar ist diese Kombination?

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Neulich habe ich im Oxfamshop herumgestöbert und mir die Frage gestellt, ob Plus-Size-Menschen auch was für sich Bekleidungen in solchen Second-Hand-Shops wie diese finden können. Die Gedanke, anstatt die Fast-Fashion-Industrie mit meinem Kaufrausch zu unterstützen, die eh Aversionen gegen Plus-Size und Curvy Fashionistas haben, mal in den Second-Hand-Shops zu durchstöbern, ist mir diese Gedanke erst in den letzten Tagen gekommen.

Ich muss gestehen, dass ich solche Shops wie Oxfam nur betrete, um günstig Bücher abzustauben, die andere Menschen dort gespendet haben. Dort Kleidungsstücke zu kaufen, habe ich ehrlich gesagt keine Gedanke darüber verschwendet. Aber seitdem die Modekette H&M ihre Plus-Size-Kollektionen nur per online anbieten will und die Plus-Size-Abteilungen aus ihrer Filialen raus nimmt, ist es nun Zeit für mich, über mein Konsumverhalten und meinem Kaufrausch nachzudenken. Ich soll lieber an Nachhaltigkeit denken, anstatt hinter die neuesten Trends herzulaufen. Dennoch ist es wirklich leicht eine Kriegserklärung gegen die Fast-Fashion-Industrie zu machen, aber wie realisierbar ist es als Plus-Size-Woman nachhaltig zu kaufen?

Die meisten Bekleidungen, die in Oxfam gespendet werden oder von den Besitzern der Second-Hand-Shops eingekauft werden, wurden in den 70er, 80er oder 90er Jahren hergestellt. In diesen Zeiten wurde viel mit Mustern experimentiert (70er), Blusen mit Pufferärmeln hergestellt (80er) und Neon-Farben bei manchen Kleidungsstücke verwendet (80er) oder verwaschene Jeans und Oversized T-Shirts verkauft (90er). In diesen Zeiten gab es andere Konfektionsgrößen und die haben sich mittlerweile geändert. Ich trage meistens Größe 48 zum Beispiel, aber könnte kein Kleidungsstück aus den 80er Jahren tragen, da es mir zu groß fällt. Bei manchen Bekleidungen fallen mir dann klein aus.

Außerdem haben manche Second-Hand-Läden ihre eigene Ordnungskriterien von Bekleidungen. Manche ordnen die Kleidungsstücke nach Farben, manche nach Kategorien wie „Röcke“, „Hosen“, „Strickwaren“ etc. Da braucht man viel Zeit um für sich was Passendes zu finden. Oxfam-Shop zum Beispiel hat ihre eigene Abteilung für Plus-Size-Bekleidungen, aber in der Bremer Filiale aber habe ich leider nichts für mich gefunden. Die Bekleidungen dort haben mir wirklich nicht gefallen. Auch in den Shops wie Humana zum Beispiel, die in Berlin zu finden sind, habe ich dort auch nichts für mich außer Taschen und Schuhe gefunden.

Also ist es für die Plus-Size-Fashionistas ein Bisschen schwer, schöne Schätze aus den Second-Hand-Shops zu finden. Somit bleiben uns doch die Online-Shops übrig, aber es wäre wunderbar, wenn es Second-Hand-Läden für Plus-Size-Menschen geben könnte.

Im Namen der Schönheit und Selbstakzeptanz – warum Schönheitseingriffe immer noch populär sind und warum die Nachfrage immer noch groß ist

Ich weiß nicht, ob nur mir das aufgefallen ist, aber in letzter Zeit werben etliche Schönheitskliniken auf Social Media-Plattformen für ihre Dienste. Mal werben sie für Brustvergrößerungen oder – verkleinerungen, mal für Botox-Behandlungen oder Liposuktion. Es gibt einige Schönheitskliniken, die den Hintern noch kurviger und voluminöser machen können, seitdem die Eine von den Kardashian-Tanten (Kim) dies öffentlich zugegeben hatte, chirurgische Unterstützungen für ihren berühmten Hintern im Kauf genommen zu haben.

Dass Prominente wie die Kardashians keinen Scheu vor den Schönheitsoperationen haben, ist wirklich nichts Neues. Wir „Normalsterblichen“ haben ja viele Möglichkeiten, uns an die alten Äußerlichkeiten an einer bestimmten berühmten Person zu erinnern, die entweder in Filmen gespielt oder sich für Magazinen fotografiert hatte und uns dann wundern, wie sie nun heute aussieht. Die amerikanische Sängerin und Schauspielerin Cher zum Beispiel oder Meg Ryan oder Pamela Anderson, die ihre Brüste vergrößern ließ, um dann als „Sexbombe“ der 90er Jahre durchzustarten, sich unters Messer gelegt. In der Pornoindustrie ist es Gang und Gäbe, Pornodarstellerinnen mit Brustvergrößerungen zu sehen.

Scheinbar sind Schönheitseingriffe für viele Menschen ganz normal und haben sich dank die ehrgeizigen Chirurgen und nach Aufmerksamkeit bestrebende Promis in der heutigen Gesellschaft etabliert. Früher hatte man die Nase gerümpft und den Stirn gerunzelt, wenn eine Person sich Schönheit-OPs unterzog, heutzutage macht das anscheinend niemand mehr.

Auch die Influencer und Youtuber sind für diesen Trend verantwortlich. Ich habe einige Youtuber und Influencer mit gespritzten Lippen, verkleinerte Nasen und vergrößerte Brüste gesehen und die meisten von ihnen geben zu, dass sie ihre Körper formen lassen. Zwar deuten einige von ihnen hin, dass jeder Mensch entscheiden soll, ob sie sich unters Messer legen wollen oder nicht, aber führt deren Lebensstil nicht dazu, von anderen Zuschauer und Follower nachgeeifert zu werden? Besonders junge Menschen neigen dazu, ihre Promis als Vorbild zu nehmen und denken daran, sich operieren zu lassen, wenn die Erziehungsberechtigten dies erlauben natürlich oder reichlich Geld für die Behandlungen haben.

Mehrheitlich Frauen sind bereit sich operieren zu lassen, was nichts Neues ist, jedoch immer noch traurig, weil sie wie ihre Vorgängerinnen nach den Schönheitsidealen streben, aber dennoch sind auch einige Veränderungen zu erkennen: Früher haben sich mehrheitlich wohlhabende und reiche Frauen mittleren Alters sich den Schönheits-OP unterzogen, heute unterziehen sich Frauen zwischen 20-30 Jahren mit kleinen Schönheitseingriffen wie Lippenfüllung zum Beispiel. Die Schönheits-OP hat sich somit auch im Mittelstand etabliert und die Kundinnen werden immer jünger.

So wie die Nachfrage nach Schönheits-OPs rasant steigen, so steigen auch die Fehlbehandlungen. Frauen, die fehlerhaft behandelt wurden, beklagen sich wegen Schmerzen und – noch schlimmer – Fehleingriffe, besonders bei der Gesichtsoperation. Sich für eine Gesichtsoperation unters Messer zu legen ist wie mit Russian Roulette zu spielen: Entweder werden die Erwartungen erfüllt oder das Gesicht ist für immer entstellt. Zwar kann man den Chirurgen um Schadensersatz verklagen, aber jedes Geld der Welt kann das enstellte Gesicht nicht verschönern. Trotz der Beliebtheit können Schönheitseingriffe sich für Prominente als Karriere-Killer entpuppen. Seitdem Meg Ryan, die für ihre Hauptrolle bei „Harry und Sally“ den Durchbruch hatte, sich operieren ließ, bekam sie keine erstklassigen Rollen mehr.

Nun genug zu den Prominenten, jetzt lasst uns die Frage stellen, warum Menschen, meistens Frauen, dazu geneigt sind ihre Körper und Gesicht ändern zu lassen. Warum eigentlich? Es gibt viele Gründe. Zum einen haben die Menschen Angst vor dem Alter, weshalb sie ihre Haut straffer machen lassen, damit keine einzige Falte zu sehen ist, zum anderen, tja, hat sich die gute alte falsche Freundin, die Unsicherheit, in den Gedanken eingenistet. Außerdem beeinflussen die Medien die Sichtweise der Menschen, dass sollen wir auch nicht vergessen. Wenn man ständig mit angeblich perfekt aussehenden Menschen konfrontiert ist, die sich vor der Kamera hinlächeln und posieren, vergleicht man sich bewusst oder unbewusst mit denen. Der überdimensionale Popo-Trend, wofür die Kardashian-Tante fleißig geworben hatte, geht immer noch weiter, sodass die Chirurgen mit vielen nachfragen schon überfordert sind. Lipusuktion (die Fettabsaugung) ist auch beliebt. Leider.

Tja schön und gut, dass ich die Schönheitseingriffe thematisiere und scharf kritisiere, aber könnte ich mal die Unsicherheit und den Schönheitswahn der Menschen aus der Welt schaffen? Jein. Ich gehöre zu den Typ Menschen, die in Würde altern und dennoch durch kosmetische Gesichtsbehandlungen und gesunde Einstellung zum Körper das Älterwerden verzögern wollen. Außerdem habe ich mit meinem Körper abgefunden und gelernt, ihn zu lieben, wie er ist und das kann man nicht von heut auf morgen hinkriegen. Statt sich in aller Ruhe Zeit dafür zu nehmen, um die Pros und Contras der Schönheitseingriffe zu überlegen, vereinbaren die Menschen lieber einen Termin bei den Schönheitschirurgen. Wie wäre es, wenn man sich einfach die Frage stellt, ob sie wirklich die Schönheits-OP nötig haben, bevor man im Sprechzimmer des Chirurgen betritt und erklärt, was aus dem Körper weggeschnibbelt werden sollte. Vielleicht sollten Familie und Freunde in Betracht ziehen, die Sichtweise dieser Person Ernst zu nehmen, um danach den Plan für eine Schönheits-OP auszusprechen. Scheinbar klappt es nicht, wie es theoretisch möglich sein könnte.

Ich hoffe, dass in den nächsten Dekaden diese Beliebtheit der Schönheits-OP dennoch nach und nach sinken und die Menschen endlich lernen, sich so zu akzeptieren wie sie sind, aber bis dahin ist immer noch ein weiter Weg…

Let`s talk about Skincare-Produkte, die kein Mensch braucht

Die Kosmetikindustrie verdient ordentlich viel Geld und zwar nicht nur durch Make-Up-Produkte, sondern auch durch Pflegeprodukte, die unsere Falten auf der Haut vermindern sollen, Feuchtigkeit spenden sollen und angeblich die Cellulite wegzaubern können.

Neben den Feuchtigkeitcremes, die jederzeit verkauft werden, bieten die Kosmetikmarken auch Toner, Seren, Konzentrate etc. an Beauty-Junkies wie mich und versprechen das Blaue vom Himmel. Manche Skincare-Goodies zeigen die erwartende Wirkungen auf der Haut, aber die meisten von ihnen sind unnötig und sind Schade für das liebe Geld.

Gewiss, ich bin weder eine zertifizierte Kosmetikerin, noch eine Skincare-Expertin, jedoch recherchiere ich so ausführlich wie möglich, welche Produkte ich einkaufe und ob sie wirklich nützlich sind. Ich schaue mir auch auf die neuen Testergebnisse von der Stiftung Warentest an. Neulich hat die Stiftung Warentest Feuchtigkeitcremes getestet, und zwei von den 14 getesteten Cremes sind bei den Tests durchgefallen. Außerdem kann ich euch den Influencer, Youtuber und Skincare-Freak Leon aka xskincare empfehlen, denn der gute Mann testet die Skincare-Produkte und erklärt ausführlich über die chemische, synthetische und natürliche Wirkstoffe der Pflegeprodukte, die auf dem Markt sind. Außerdem stellt er Dos and Donts her, damit ihr euch orientieren könnt, welche Produkte wirklich für ihr Geld wert sind und ob sie wirklich gutes für eure Haut tun.Dank seine Empfehlungen und meine Recherche kann ich nun meine eigene Weisheiten geben und euch empfehlen, welche Produkte ihr NICHT kaufen solltet und warum und weshalb. Hier sind meine Empfehlungen:

Augencremes:

Es wird immer noch empfohlen, dass die Hautstellen um die Augen herum extra Pflege bekommen und deshalb für sie zugeschnittene Cremes angewendet werden müssen. Angeblich ist die Hautstruktur an solchen Stellen noch dünner und sensibler als die Hautstruktur des Gesichts. Ich finde solche Empfehlungen wie diese völlig absurd, denn wenn man eine sehr gute und ordentliche Feuchtigkeitscreme verwendet, kann auch diese Creme die Augencremes ersetzen. Ich benutze keine Augencremes und meine Augenlider und die Hautstellen drumherum beklagen sich nicht. Ich sehe nach der Pflege immer noch strahlend aus, also brauche ich keine Extrapflege mehr. Außerdem sind die Augencremes noch etwas kostspieliger als die Feuchtigkeitcremes, somit ist meine Entscheidung endgültig, welche Creme ich für meine Pflegeritual investieren will.

Anti-Cellulite-Cremes:

Manchmal frage ich mich, warum man bei manchen Kosmetikmarken keine Geldstrafen verlangt und ihre Werbungen um Produkte mit Anti-Cellulite-Effekt nicht rechtswidrig sind. Es gibt kein Allheilmittel gegen Cellulite, deshalb legt euer Geld für nützliche Pflegeprodukte beiseite! Ich habe auf meinem Artikel „Praise the Cellulite B*tches“ schon erwähnt, warum die Cremes oder Öle nicht wirken.

Toner?Gesichtswasser? Either this or that not both!

Ich würde empfehlen zu testen, wie eure Haut auf Toner und Gesichtswasser reagiert. Dann entscheidet ihr, welche von den beiden Pflegeprodukten ihr favorisiert. Wenn ihr beides benutzt, kann es zu Hautirritationen führen. Das ist schon bei mir passiert, als ich nach der Anwendung der beiden Pflegeprodukte Anzeichen von Rötungen auf meinem Gesicht bekommen habe. Wenn ihr aber öfters Make-Up trägt und abends abschminken möchtet, dann empfehle ich euch 3in1 Mizellenwasser, denn sie wirken wie Gesichtswasser, Toner und Reiniger, dann braucht ihr die Pflegeprodukte einzeln zu kaufen.

Primer?Es kommt darauf an…

Eigentlich sollen Feuchtigkeitcremes völlig ausreichen, um das Gesicht für den Make-up vorzubereiten, aber mittlerweile gibt es Primer die Glow-Effekte anbieten oder den Make-Up lange haltbar machen, bis das Gesicht abgeschminkt wird. Dennoch benutze ich ungern Primer, da ich eine sensible Haut habe, die mir schon bei der ersten Anwendung etliche Warnzeichen sendet.

Als Make-Up Artistin würde ich meinen Kunden, nachdem ich eine Hautanalyse erstellt habe, Primer auftragen. Warum? MUAs arbeiten öfters mit Beleuchtungen, um zu testen, wie ihre Make-up-Looks in unterschiedlichen Lichteffekten aussehen. Um ihre Arbeiten zu erleichtern, benutzen sie Primer, die die Haut und den Make-Up-Look auf die Beleuchtungen vorbereitet. Beim Fotoshooting werden Primer mit HD-Effekten angewendet. Für den privaten Gebrauch ist der Primer meiner Meinung nach nicht nützlich.

Das sind einige Beispiele, die mir einfallen, welche Produkte ich nicht kaufe und nicht empfehle und wie man somit Geld spare kann. Nicht alle Pflegeprodukte, die auf dem Markt kommen und überteuert angeboten werden, sind effektiv. Selbstverständlich ist es jedem überlassen, wie viel Geld zahlen möchte.

Pretty privilege – ein neuer Diskurs um die Vorzüge der schönen Menschen

#prettyprivilege…..diesen Hashtag habe ich neulich auf Instagram gesehen, als eine Userin unter ihrem Beitrag und Bild gepostet hat und bin sofort neugierig geworden. Was hat sie denn mit pretty privilege gemeint, wozu steht dieser Diskurs und warum wird es auf Social Media eifrig diskutiert? Pretty privilege ist nicht nur für mich ein Neuland, wie ich es durch die Kommentare herausgefunden habe, weil die Neugierigen unter uns auch diese Frage gestellt haben: „Pretty privilege – Was ist das?“

Dieser Diskurs ist, wie bei anderen Privilege-Diskursen, aus dem englisch-sprachigen Raum entstanden und wird erst neulich zu uns importiert.

In diesem Diskurs geht es um schöne und attraktive Menschen, die in der Gesellschaft bevorzugt werden, im Gegensatz zu Menschen mit durchschnittlichen Aussehen. Unsere Gesellschaft ist auf unsere äußere Erscheinungen fokussiert, weshalb sie uns beurteilen und bewerten und Menschen deswegen in „hübsch“, „normal“ oder „hässlich“ unterteilen.

Deshalb fallen „hübsche“ Menschen bei Betrachtern mehr auf und geben ihnen Möglichkeiten, bevorzugt zu werden, denn wer hübsch ist, ist klar von Vorteil, sei es bei der Jobsuche, bei Partnerschaften etc. Laut Studien verdienen hübsche Menschen viel mehr als normal aussehende Menschen und werden öfters befördert. Schon im Kindesalter lernt man, dass Schönheit die Türen öffnen lässt, besonders wenn man beliebt sein möchte.

Dennoch muss man diesen Diskurs, „Pretty privilege“, im Gegensatz zu den anderen Privilege-Diskursen anders betrachtet werden und hinterfragen. Auch wenn wir von Vorteilen reden, spüren auch hübsche Menschen Nachteile in ihrem Leben. Hübsche Menschen werden von der Gesellschaft aufgrund ihren äußeren Erscheinungen objektifiziert und auch sexualisiert. Hübsche Menschen werden öfters Opfer von sexueller Gewalt und erleben zum Beispiel sexuelle Belästigungen auf dem Arbeitsplatz. Ihnen wird öfters unterstellt, dass sie durch ihre äußeren Erscheinungen erfolgreich werden, während ihre Leistungen in den Hintergrund treten würden. Hiermit ist es nun klar: Im Gegensatz zu den anderen Privilege-Diskursen, können hübsche Menschen nichts dafür, dass sie von der Gesellschaft als hübsch assoziiert werden, deshalb sollte man über die Frage mal nachgrübeln:

Warum finden wir einige Menschen hübsch, einige nicht? Die Antwort: Evolution! Im Unterbewusstsein suchen wir Partnern nach deren Aussehen und Attraktivität aus. Auf der Homepage http://www.culturacolectiva.com wird es noch präzider erklärt:

„There are many reasons why we would do this: Evolution is one of them. After all, attraction and appearance-based judgements are a key component of selective breeding, which itself is key for natual selection.“

Außerdem assoziieren wir die Schönheit mit Reinheit und Sauberkeit, denn wer um sein Äußeres kümmert, schenkt man mehr Vertrauen als diejenigen, die dies angeblich nicht tun. Man möchte lieber neben einer Person stehen, die schön ist, als mit Jemanden, der für uns nicht als schön bezeichnet wird. Da spielt auch der Schönheitsstandard eine wichtige Rolle, wie wir unsere Mitmenschen betrachten. Der Schönheitsstandard beweist, wie wandelbar er ist, jedoch ist dem einen Stereotyp sehr treu geblieben: Wer helles Teint besitzt und angenehm riecht, gilt als schön, wem das Gegenteil zutrifft, eher nicht.

Somit sind die außenstehende Betrachter für ihre Sichtweisen verantwortlich, die die Betrachtung der Schönheit in der Gesellschaft beeinflussen.

Dieser Diskurs erinnert mich an einem Film von dem koreanischen Regisseur Kim Ki-Duk, „Beautiful“. In dem Film geht es um eine hübsche Frau, die von ihrer Freundin aufgrund ihrer Schönheit beneidet wird. Für die schöne Frau ist ihre Schönheit ein Fluch, da sie aufgrund ihrer Schönheit sexuell missbraucht wird und die Menschen um sie herum nur auf ihr Aussehen fokussiert sind. Ihr wird man vorgeworfen, den Vergewaltiger aufgrund ihrer Schönheit dazu gebracht zu haben, sie zu missbrauchen. Der Botschaft von Kim Ki-Duks Film: Wer schön ist, hat auch schweres Leben.

Deshalb müssen wir unsere Sichtweise und Vorgehensweise hinterfragen, wie wir mit Menschen umgehen sollten, ohne sie aufgrund ihre äußeren Erscheinungen zu beurteilen. Dies ist auch ein Teil für den Kampf um Gleichberechtigung in unserer heutigen Gesellschaft.

(Müssen wir) perfekt sein?

Seien wir mal ganz ehrlich: Es ist doch normal, dass wir manchmal unzufrieden mit uns sind. Wir stehen dann vor dem Spiegel und betrachten unseren Körper und siehe da, da sind ja diese Makeln, die nicht verschwinden: Die Dehnungsstreifen auf dem Bauch, weil wir einst mehr gewogen und nun etwas abgenommen haben und das Bausch will sich auch selbstständig machen, in dem er hängt und schwabbelt. Die Cellulite an den Beinen gehen auch nicht weg, egal wie öfter man sich mit Ölen und Cremes auf die Haut einreibt und letztendlich feststellt, dass das ganze gar nicht funktioniert (siehe meine Artikel über Cellulite). Die Beine schwabbeln, die Arme machen auch mit. Wir sehen die ersten Fältchen auf unseren Gesichtszügen und unsere Haare zeigt die ersten grauen Ansätze.

Eigentlich hat man sich doch akzeptiert wie man ist und kann endlich zufrieden mit sich selbst sein. Eigentlich, aber die Unsicherheit verschwindet ebenso nicht, wie unsere Makeln, die wir als Makeln wahrnehmen.. Egal wie man den Pfad der Selbstliebe entlang läuft, die Unsicherheit ist immer da und immer mit dabei. Diese Unsicherheit begleitet uns seit Jahren, weil man sie uns angetrichtert hat, durch scharfe Kritiken, Beleidigungen, Mobbingattacken und und und. Wir haben sie stärker und präsenter gemacht, weil einige Menschen dies uns gelehrt haben: Wir sind dick und das heißt auch, das wir ungesund leben. Wir sind dick und das heißt auch, dass wir faul sind. Die Frage, warum wir dick sind und warum unser Körper anders ist als bei den dünnen Menschen, stellt niemand.

Sie kennen unsere Körper nicht, aber meinen viel darüber zu wissen und gerade dieses Verhalten nährt unsere eigene Unsicherheit. Dennoch haben wir auch Schuld daran, weil wir diese Unsicherheit gewährleisten, sich in unserem Verstand einzunisten und die Kritiken, vermeintlich gut gemeinte Ratschläge und Beleidigungen zu Herzen nehmen. Ja wer möchte nicht perfekt und fabelhaft aussehen und von dem Spiegel erwarten, dass er uns als die Schönste aus ganzem Land kürt? Und ab wann ist man perfekt? Was ist überhaupt perfekt eigentlich?

Ihr solltet mittlerweile wissen, dass ich gerne die Medien kritisiere und an den Pranger stelle, weil sie auch zu den Faktoren gehören, die unseren Lebensalltag beeinflussen. Scheinbar wollen die Medien bestimmen, wer oder was als „schön“ und „perfekt“ gelten soll und das mit Erfolg. Alles, was für die Medien als „schön“ und „perfekt“ bezeichnet wird, wird sichtbar gemacht und der Rest, wird irgendwie in irgendwelchen Schubladen geschoben.

Im Fernsehen und auch in Social Media, sehen wir „perfekte“ Menschen mit „perfekten Körper“. Bei denen schwabbelt angeblich nichts, scheinen nicht zu altern und wenn sie Badeanzüge tragen, sehen wir keine Spuren von Cellulite, Narben, Altersflecken, Schuppenflechten etc. Manche von diesen „perfekten“ Menschen, die aufgrund ihres Aussehens berühmt sind – sprich Influencer, Models, Promis – geben auch zu, dass sie für ihre Äußerlichkeiten zum Schönheitschirurg gehen. Sie spritzen sich Botox auf ihren Gesichtern, Po und sonstwo, lassen die Lippen füllen, ziehen Hautstraffungen durch, verkleinern ihre Nasen und das machen sie alles, um „perfekt“ auszusehen. Das machen sie deswegen, weil ihr Körper und ihr Aussehen ihr Kapital ist. Sie werden durch ihren Äußerlichkeiten bezahlt und gebucht und die Medienwelt gewährleistet ihnen die Möglichkeit, dies zu tun.

Ich habe schon auf meinem Blogartikel über den After-Baby-Wahnsinn schon mal erwähnt, dass gerade diese“perfekte“ Menschen alles tun, um ihre „Perfektion“ zu behalten und das gilt auch den „idealen“ Körpergewicht zu behalten, koste es, was es wolle und siehe da…diese Menschen sind doch nicht „perfekt“!

Sie verschwenden ihre Zeit und Geld, um vor und für den Kamera „perfekt“ auszusehen. Sie sind genötigt den Schein zu wahren, dass sie das Glück haben, schön und „perfekt“ auszusehen und davon profitieren können. Also warum sollen wir sie denn nacheifern und nach der „Perfektion“ sehnen, wenn wir die „Imperfektion“ zelebrieren können? Die Imperfektion zeigt uns die Wahrheit und die Realität im Gegensatz von den Medien und der Gesellschaft repräsentierte Perfektion.

Warum zelebrieren wir unseren Makel nicht und unsere „normale“ Äußerlichkeiten? Wir sind doch uns schön genug, oder nicht? Natürlich stellen wir uns die Frage, ob andere Menschen das auch sehen und verstehen können, denn manchmal ist die eigene Genügsamkeit doch nicht genug, leider und da spielt „Pretty Priviledge“ eine sehr wichtige Rolle dazu.

Über dieses Thema werde ich nächstes Mal verschriftlichen und meine Meinung äußern, sowie woher und aus welcher Grund „Pretty Priviledge“ entstanden ist.

Nicht jeder Mensch, egal ob arm oder reich, dick oder dünn, groß oder klein etc. ist perfekt und muss nicht perfekt sein, um sich wohl zu fühlen oder glücklich zu sein. Wenn wir ständig versuchen für andere Menschen perfekt zu sein, werden wir noch unglücklicher und noch unzufriedener mit uns Selbst und das ist für unsere mentale Gesundheit nicht hilfreich.

Nicht-Beziehungen – ein Segen für die Männer, aber ein Fluch für die Frauen?

Ich habe neulich auf meinem Instagram-Account ein Bild gepostet, das ich durch Zufall entdeckt habe. Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen, die einen Mann umarmt. Eigentlich nichts Überraschendes, wenn man die ängstlichen und nervösen Blicke der Frau übersehen kann.

Das Gesicht des Mannes wird nicht gezeigt, dafür aber eine sehr schön formulierte Zeile, die einen Menschen wie mich zum Nachdenken anregt:

„Telling her youre not ready for a relationship but expecting her to give you relationship benefits is abuse. Its confusing. It`s hurtful. Stop it.“

Ja worum geht es in diesem Zitat eigentlich, dass von @getoverhim kommt? Es geht um dieses Phänomen, dass sich in jüngster Zeit in unserer Gesellschaft etabliert hat und zwar geht es um die sogenannte Nicht-Beziehung.

Es gibt keine deutliche Beschreibung für dieses Phänomen, denn es ist genauso wie der Absicht dahinter: Diese Beziehung, die eigentlich keine Beziehung ist, ist undefinierbar. In der klassischen Beziehung beinhaltet ja die Verantwortung und die Verpflichtung, was bei der Nicht-Beziehung nicht der Fall ist. In der Nicht-Beziehung wird keine Verantwortung übernommen, wenn ein*e Partner*in darunter leidet und mehr erwartet. Man kann es einfach beenden, ohne Rücksicht zu nehmen, so die ideale Vorstellung. So ähnlich drückt die Redakteurin von z.ett, Gunda Windmüller, in ihrem Artikel „Nicht-Beziehungen sind die neuen Beziehungen und das ist gefährlich“ (27.09.2016):

„Mit einem Menschen zusammen zu sein, aber das Ganze nicht wirklich Beziehung nennen zu wollen, heißt nämlich auch, es jederzeit ohne schlechtes Gewissen beenden zu können.“

Die Nicht-Beziehung verspricht einige Dinge, die am Anfang realisierbar ist, aber später bezahlt man doch die Rechnung und hat die bittere Wahrheit vor Augen: Es verleiht den Anschein, dass zwischen den beiden Partner*innen alles easy läuft, sich nur auf Spaß und Sex konzentriert, gemeinsam was Unternehmen und Zeit verbringen, wie sie es möchten. Obwohl nichts offiziell gemacht wird, wissen die Freunde trotzdem Bescheid und sind meistens selber verwirrt, worum es in dieser Beziehung geht. Warnungen von Freunden, die gegen diese Konstellation sind und sagen, dass zum Beispiel das Herz zerbrochen gehen wird, werden überhört. Irgendwann erfährt man es später, welche Folgen daraus entstehen.

Ich habe vor einigen Monaten eine Reportage auf Youtube gesehen, wo zwei Menschen sich getroffen und die Fragen des Reporters beantwortet haben. Es geht um ihre „nicht-definierbare“ Beziehung. Man konnte die Gesichtszüge und die glänzenden Augen der Frau sehen, dass sie mehr von dieser „nicht-definierbare Beziehung“ erwartete und hoffte, dass der Mann ebenso Gefühle für die hegte, wie sie dies noch hatte. Der Mann wirkte von den Antworten der Frau überrascht. Nach der Reportage hatten die Beiden ihre Beziehung beendet bzw. der Mann hatte sie beendet. In den Kommentar-Foren gab es diverse Diskussionen über deren Beziehung. Viele hatten den Mann verteufelt und ihn vorgeworfen, die Frau angelogen und manipuliert zu haben, während andere den Mann verteidigten, indem sie meinten, dass er schon am Anfang dieser Beziehung klar gemacht gemacht hätte, wohin die Reise ging.

Nun wen soll ich die Schuld geben? Uns Frauen selbst, weil wir dazu geneigt sind, an das Gute zu glauben und versuchen, den Happy End zu erreichen oder die Männer, die meinen, dass sie schon am Anfang erklärt haben, was sie wirklich wollen oder nicht? Irgendwie versuchen die Männer diese Nicht-Beziehung zu leiten und zu dominieren, indem sie ihre „klare Meinungen“ äußern, aber von Frauen viel abverlangen. Wir Frauen können unsere Gefühle nicht einfach so abstellen und abnicken, selbst wenn wir auf diese Nicht-Beziehung eingehen und ja, wir müssen lernen, wirklich ehrlich zu sein und wirklich unsere Gedanken äußern. Wir sollten keine falsche Hoffnungen machen um letztendlich an Liebeskummer ertränkt zu werden. Wir sollten diese Männer ganz klar sagen, was wir von dieser Beziehung halten. Wir sind keine Abstellkammer für ihre Sorgen und sollen denen keine Möglichkeit anbieten, mit uns intim zu werden. Wir sollten uns nicht von diesen Männern physisch, psychisch, sexuell und zeittechnisch ausnutzen lassen.

Meiner Meinung nach ist diese Nicht-Beziehung eine Zeit-und Energieverschwendung für beide Parteien. Der Mann will seinen Spaß, aber die Frau will Stabilität und ist für diese Art von Beziehung nicht bereit, auch wenn sie meint, sie wäre es, aber man muss realistisch sein, nicht wahr?

Vielleicht bin ich ein Bisschen voreingenommen, weil ich die Art von Beziehung nicht erfahren habe, aber was ich beobachtet habe, befestigt sich mein Eindruck, dass diese Nicht-Beziehung ein Firlefanz ist, auch weil es undefinierbar ist.

Respect my Size, H&M!

Seit Tagen kursieren Gerüchte um das skandinavische Modekonzern im Social Media, die neulich bestätigt wurden:

H&M will seine Plus-Size-Kollektionen in Zukunft nur in seinem Onlineshop anbieten. Die Begründung: Es gibt angeblich wenig Nachfrage und die Filialen brauchen Platz für seine Pläne, das Geschäftskonzept zu ändern. Viele Fashionistas aus der Plus-Size-Szene und Body-Positivity-Aktivist*innen sind deswegen sauer auf das Modekonzern, das nicht immer Kompromisse für ihre Plus-Size-Kund*innen eingeht. Die Plus-Size-Abteilungen in den H&M-Filialen wurde von Insidern als „die ungeliebten Ecken“ bezeichnet, weil sie meistens unübersehbar scheinen, während Kollektionen in kleinen Größen mehr Beachtung geschenkt werden.

Auch zeigt das Modekonzern durch seine Kooperationen mit berühmten Designern deutlich, dass die Plus-Size-Größen nicht erwünscht sind. Die berühmten Designer wie Fendi, Karl Lagerfeld (+) und Co. , die mit dem Modekonzern zusammengearbeitet und ihre Kollektionen in den ausgewählten H&M-Filialen vorgestellt hatten, hatten sich nur auf Kund*innen fokussiert, die die Größe XS bis M tragen. Plus-Size-Kund*innen wurden schlicht vergessen bzw. aus deren Plänen und Ideen verdrängt.

Außerdem macht dieses Modekonzern wie die anderen Modeketten wie ZARA zum Beispiel Fehler in Sachen Konfektionsgrößen. Ich würde Diejenige nicht empfehlen, zu H&M zu gehen, wenn sie nach neue Hosen suchen will, denn die Konfektionsgrößen für die Hosen von H&M wirken kleiner und enger.

Ich habe noch das „Glück“ was für mich in dieser Modekette zu finden, da ich die Konfektionsgröße XL habe, die H&M meistens anbietet aber ich kenne noch die Zeiten, wo ich in dieser Filiale nichts für mich gefunden hatte, als ich noch die Größe 50 trug. Zwar konnte ich damals nur durch langem Suchen für mich vielleicht eine Bluse oder ein Kleid in dieser Größe finden, jedoch sah es bei mir in Sachen Hosen, Röcke und Unterwäsche mau aus. Die XL-Kollektionen in den Bremer Filialen sind immer noch klein und unübersichtlich und meistens sehen die Clothes Pieces eher langweilig aus. Zwar hatte H&M in den letzten Jahren auch gewagt, Kleider mit bunten Mustern für die Plus-Size-Kund*innen anzubieten, aber dann war die Intuition, dieses Konzept weiterzuführen, wieder verschwunden.

Ich weiß nicht, was es so schwer ist, It Pieces in großen Größen herzustellen und gerade die Plus-Size-Kund*innen Freude zu bereiten, die eh meistens per online shoppen, aber nicht die Gelegenheit haben, in den Garderoben die Sachen, die sie bestellt haben, auszuprobieren. Wir Plus-Size-Fashionistas kennen uns in Sachen Online Shops gut aus, weil wir nur per online It Pieces in unseren Größen finden und bestellen können und im klassischen Einzelhandel kaum was finden, was unseren Stil entspricht.

H&M ist nicht das einzige Modekonzern, das kaum plussize-freundlich ist. Zara tut das auch und darüber habe ich schonmal geschrieben: Siehe „Das Aus von ZARA in der Bremer City“.

Facial Must-haves gegen die Hitze: Facial Sprays

Meine Most-favourites (Keine Werbung, da selber gekauft bzw. als Geschenk bekommen)

Der Sommer ist da, sowie auch die Hitzewelle, die uns wahnsinnig macht. Wir tun alles Mögliche, um uns zu kühlen und zu erfrischen, damit wir nicht wegen der Überhitzung untergehen. Auch unsere Haut braucht Abkühlung und Erfrischung und muss sehr gepflegt werden. Neben der Sonnenschutzpflege sind auch mittlerweile die Facial Sprays sehr wichtig und nützlich. Sie geben die Haut Feuchtigkeit und Erfrischung und manche schenken dem Gesicht einen Glow-Effekt.

Ich stelle hier meine Lieblinge vor, die ich gerne benutze:

Facial Spray von Mario Badescu mit Aloe Vera, Rose und Kräuter:

Diesen Facial Spray benutze ich öfters und muss ihn nachkaufen, denn der tut meine Haust so gut dank dem Rosenwasser und dem Aloe Vera Extrakt. Es beruhigt die Haut und verleiht die erwartende Erfrischung. Ich nehme ihn manchmal mit auf die Reise, damit ich ihn ab und zu auf meinem Gesicht sprühen kann.

Reinigendes Gesichtswasser mit Rosenwasser von Garnier:

Das dezent nach Rose riechendes Gesichtswasser wirkt sehr angenehm auf meiner Haut und kooperiert mit meinen Gesichtspflegeprodukten aus anderen Marken, d.h. meine Haut ist nicht gereizt und gerötet. Dieses Gesichtswasser schenkt meiner Haut Erfrischung und Vitalität.

Urban Hydrating Mist von Rituals of Namaste:

Mit Indischer Rose und Hyolaronsäure repräsentiert Rituals of Namaste ein Produkt, das feuchtigkeitsspendend für die Haut wirkt und den Teint einen Glow-Effekt gibt. Diesen Facial Spray kann man auch als Fixierspray für den leichten Tagesmakeup benutzen. Für den Makeup-Look mit matten Foundation würde ich dennoch nicht empfehlen, weil der Makeup fleckig aussieht. Für Nutzer*innen der Powder Foundation ist er geeignet.

Rose Dewy Glow Spray von The Body Shop:

Diesen Facial Spray benutze ich nciht so häufig. Zwar gibt er mir den Frische-Kick, jedoch kann ich den Geruch des Sprays nicht nachvollziehen. Im Gegensatz zu den anderen Sprays wirkt der Rosenduft etwas synthetisch und riecht zu süß. Diesen Spray kann sich nicht mit meinen Gesichtspflegeprodukten aus anderen marken vertragen, weshalb meine Haut danach rot wurde. Ansonsten ist er aufgrund seiner Größe für jede Tasche sehr flexibel zum Tragen und kann ein guter Reisebegleiter durch den heißen Sommer sein.

Vitamin E Spray von The Body Shop:

Diesen Spray hatte ich früher mit der Tagescreme von der Bodyshop-Reihe zusammen öfters angewendet. Dank Vitamin E verleiht dieser Spray etwas Straffung für die müde Haut und wirkt belebend, jedoch kann er sich nicht mit den anderen Gesichtspflegeprodukten, die ich momentan verwende, nicht vertragen und lässt meine Haut reizen. Als Fixierspray für Makeup-Looks ist er nicht geegnet, da er den Look fleckig aussehen lässt.

Curvies und die Bikinis – Wie man wie die Plus-Size-Bloggers selbstbewusst zum Strand geht und toll aussieht

Zugegeben, wenn die Bikini-Saison naht, schlagen bei manchen Curvy Queens die Alarmglocken. Man möchte gerne zum Strand gehen und dort die Sonnenstrahlen genießen, im Meer oder in der See schwimmen, Beachvolleyball spielen und einfach Spaß haben…..Wenn bloß diese Unsicherheit nicht da wäre und die angeblichen entsetzten Blicke nicht an uns gerichtet werden!

Bevor wir uns auf dem Weg zum Strand machen (oder zum Freibad), ziehen wir unsere Bikinis in unserem Zimmer an und drapieren uns selbst vor dem Spiegel, um zu gucken, wie peinlich wir damit aussehen könnten. So habe ich das jahrelang gemacht und heute könnte ich mich wirklich ohrfeigen, weil ich aufgrund dieser Unsicherheit sehr selten ins Meer gefahren bin und wenn ich am Strand war, dann aber mit Badeanzug. Ich zögere immer noch, aber seitdem viele Modelabels für Plus-Size-Queens und Kings Badekollektionen herausgebracht haben und viele Plus-Size-Ikonen sich in bunten Zwei-Teilern fotografieren lassen, will ich mich auch endlich nach Ewigkeiten trauen, wie sie zum Strand gehen. Doch woher kommt diese Unsicherheit eigentlich, wie hat sie sich in meinem Gehirn eingenistet und wer ist dafür verantwortlich?

Nun, wenn ich anfange zu reflektieren, kommen Erinnerungsfetzen wieder zum Vorschein, die ich in die dunkelsten Ecke meines Gehirns verdrängt habe: Klassenfahrt nach Toskana, das Adria-Meer, meine angebliche Klassenfreundinnen. Wir hatten an einem Tag frei gehabt und haben beschlossen, zum Strand zu gehen, der in der Nähe unseres Hotels lag. Ich habe meinen Bikini angezogen, mich eingecremt und meine Tasche mit zum Strand genommen, die „Freundinnen“ ebenso. Als wir dort ankamen, wollte ich sofort ans Meer, da stellte diese „Freundin“ die Frage, die ich nie vergessen werde: „Sag mal hast du keinen Badeanzug? Wie kannst du in diesem Bikini passen?“ Ich war baff. Ich war auch als Schülerin pummelig gewesen und hatte mit meinem Gewicht wirklich zu kämpfen gehabt, so dass diese Frage mich genau in meinem Herz traf. Dennoch habe ich meine Traurigkeit nicht gezeigt und ihr gesagt: „Warum denn nicht? Ich habe meinen Badeanzug nicht dabei.“ Ich bin alleine ins Meer gegangen, die Beiden wollten später schwimmen. Ich konnte die Beiden schon vom Weiten sehen wie sie über mich gelästert hatten. Die Beiden waren selber dünn gewesen und hatten schon ihre ersten Beziehungen hinter sich, während ich noch nicht mit einem Jungen ausging. Diese Erfahrung, die ich erleiden musste, war sehr bitter für mich gewesen. Seitdem zögere ich Bikinis anzuziehen und bevorzuge die Badeanzüge.

Nichts gegen Badeanzüge, aber ich sehe es mittlerweile ein, dass die eh oberflächliche Gesellschaft uns Dicke in Kleidern drängen will, die unsere Körperstellen kaschieren wenn ja ganz verstecken will und die Medien unterstützen diese Erwartungen an uns. Wir sehen viele dünne Models in Bikinis, wie sie auf dem Runway von Victorias Secret entlang stolzieren oder ich in Fashion-Magazinen ablichten, um uns zeigen zu wollen, dass diese Bikinis nur diesen Frauen hergestellt werden. Aber jetzt wissen wir, dass das alles Blödsinn ist, nur müssen wir dies unseren Verstand erklären, damit er die Unsicherheit die Tür nach draußen zeigen kann. Und dies geht so:

  1. Ziehe die Bikinis an
  2. Finde Inspos bei Plus-Size-Ikonen
  3. Geh einfach ins Meer
  4. Sei frech zu den Menschen, die ihre Kommentare ablassen wollen und habe kein schlechtes Gewissen dabei, denn sie haben ja angefangen.
  5. Gehe, wenn du nicht alleine sein willst, mit Freunden zum Strand, denn zusammen ist man stärker.
  6. Freue dich auf die Sonne
  7. Freue dich auf das schöne Meer

Vielleicht denkt ihr, dass diese Ratschläge in der Theorie einfach zu gestalten sind, aber in der Praxis nicht, aber denkt doch darüber nach, ob ihr euch immer noch von der Gesellschaft, empathiearme Menschen und den Medien verunsichern lässt. Auch ich muss noch die Steine wegtreten, die meinen Weg zur Akzeptanz und Selbstsicherheit blockieren und bin bereit, mich vor diesen Herausforderungen zu stellen. Deshalb habe ich mir Bikinis gekauft, die momentan im Sale sind und werde sie anziehen, wenn zum Strand gehen will.